Podiumsdiskussion „Femizide: Zwischen Strafrecht und Schweigen”

Das „Forum“ vom rbb24 Inforadio lädt in Kooperation mit „Terre des Femmes“ und mit Unterstützung der Gleichstellungsbeauftragten des Bezirks Neukölln am 11. Februar 2026 zum Podiumsgespräch „Femizide: Zwischen Strafrecht und Schweigen“ ein. Die öffentliche Veranstaltung im BVV-Saal des Rathauses Neukölln, Karl-Marx-Straße 83, wird live aufgezeichnet und am 15. Februar 2026 im rbb24 Inforadio ausgestrahlt. Einlass ist 17.30 Uhr, die Liveaufzeichnung beginnt 18 Uhr und dauert eine Stunde. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei. Wer dabei sein und mitdiskutieren möchte, meldet sich bitte über das Kontaktformular des RBB Inforadios hier an.

Moderatorin Sandra Schwarte vom RBB24 Inforadio diskutiert mit den Podiumsgästen darüber, was eine Gesellschaft, was ein Staat tun muss, um Morde und Gewalt an Frauen aufgrund ihres Geschlechts zu verhindern. Auf dem Podium sind: Stefanie Hubig, Bundesjustizministerin, Christina Clemm, Rechtsanwältin für Familien- und Strafrecht, Gerhard Hafner, Psychologe in der Täterarbeit, Gesa Birkmann, Geschäftsführerin „Terre des Femmes“.

Fast jeden dritten Tag wird in Deutschland eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet.
Vorschläge für politisches Handeln gibt es viele: „Femizid“, der Tod einer Frau, weil sie eine Frau ist, könnte als eigenes Mordmerkmal ins Strafgesetzbuch aufgenommen werden, um geschlechtsspezifische Gewalt klarer zu benennen und zu ahnden. Ein anderer Vorschlag: Täter könnten mit Fußfesseln an Gewalt gehindert werden.
Fachleute sagen aber: Das ist ein gesellschaftliches Problem, das tiefer reicht und ungern ausgesprochen wird: Gesellschaftliche Muster, Rollenbilder und Stereotype unterstützen diese Gewalt. Es brauche ein Umdenken, einen gesellschaftlichen Aufschrei, um das Thema aus der Tabuzone zu holen.

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