Gedenktafel für Pfarrer Arthur Rackwitz
Gedenktafel für Pfarrer Rachwitz

An der Philipp-Melanchthon-Kirche, Kranoldstraße 16, hängt jetzt eine Berliner Gedenktafel. Sie erinnert an Pfarrer Arthur Rackwitz, der von 1919 bis 1928 an der Kirche wirkte. Als religiöser Sozialist und Mitglied der Bekennenden Kirche setzte er sich entschlossen gegen die NS-Diktatur ein. Er predigte als Pfarrer gegen das NS-Regime und unterstützte darüber hinaus aktiv verfolgte Jüdinnen und Juden, versteckte Gefährdete und half Menschen bei der Flucht. Nachdem Rackwitz dem Widerstandskämpfer Ernst von Harnack Unterschlupf gewährt hatte, wurde er 1944 in das KZ Dachau deportiert. Nach dem Krieg war er in Neukölln an der Entnazifizierung der Kirche beteiligt und engagierte sich für die sogenannte „Stuttgarter Erklärung“, in der die evangelische Kirche ihre Mitschuld an den Verbrechen des Nationalsozialismus anerkannte. Mit der Gedenktafel würdigte nun das Land Berlin seinen mutigen Einsatz gegen die nationalsozialistische Diktatur.

Dazu gibt es in der Kirche die Ausstellung „Evangelische Grenzgänger“, zu besichtigen mit freiem Eintritt Montag bis Freitag von 10 bis 14 Uhr, bitte unter Tel.: 030-6253002 vorab anmelden.

Quelle: facettenneukölln