U18-Wahl in Berlin: LINKE, SPD und Grüne vorn

In 1.812 Wahllokalen haben bundesweit 166.443 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren vom 7. bis 14. Februar 2025 gewählt, meldete der Deutsche Bundesjugendring sechs Tage vor der Bundestagswahl. Die Wahlergebnisse sind nicht repräsentativ, gewählt wurde nur über die Zweitstimmen, also die Parteien. Dabei hat die Partei Die Linke mit 20,8 Prozent des Gesamtergebnisses die meisten Stimmen junger Menschen erhalten. Danach folgen die SPD mit 17,9 Prozent, die CDU/CSU mit 15,7 Prozent, die AfD mit 15,5 Prozent und Bündnis 90/Die Grünen mit 12,5 Prozent. Die Tierschutzpartei erhielt 3,8 Prozent, die FDP 3,4 Prozent und das BSW 3,4 Prozent. 7 Prozent entfallen zudem auf weitere Parteien. 

In Berlin haben sich 31.359 junge Leute beteiligt. Dort zeigte sich ein etwas anderes Ergebnis. DIE LINKE kam auf 27,28 Prozent, die SPD auf 18,36 Prozent, die Grünen auf 18,04 Prozent, die CDU auf 9,59 Prozent, die AfD auf 8,29 Prozent, die Tierschutzpartei auf 5,58 Prozent, das BSW auf 3,23 Prozent und die FDP auf 2,99 Prozent.

Auffällig sind die Ergebnisse der AfD im Osten. In Brandenburg kam die AfD auf 35,59 Prozent, in Thüringen auf 35,17 Prozent, in Mecklenburg-Vorpommern auf 34,98 und in Sachsen und Sachsen-Anhalt auch über 30 Prozent. Zweistärkste Partei wurden in dieses Bundesländern DIE LINKE.

„Bei U18 organisieren die Kinder und Jugendlichen selbst die Wahllokale und Diskussionen mit Politiker:innen über Themen, die sie bewegen. Sie stellen Material übers Wählen und über Programme der Parteien zusammen“, betont Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes. „Durch U18 beschäftigen sich junge Menschen mit Politik und bringen ihre Positionen in die Politik ein. Das ist ganz im Sinne der Kinderrechte und unseres demokratischen Gemeinwesens. U18 gehört damit zu den herausragenden Initiativen der außerschulischen politischen Bildung. Gleichzeitig ist U18 ein Plädoyer für eine Absenkung des Wahlalters auf allen Ebenen.“

Die U18-Wahlen werden von einem Unterstützer-Netzwerk sowie durch Koordinierungsstellen in den Bundesländern, Regionen und Kommunen beraten, vernetzt und unterstützt. Träger des Netzwerks sind das Deutsche Kinderhilfswerk, der Deutsche Bundesjugendring, Landesjugendringe sowie viele Jugendverbände. Gefördert wird die U18-Wahl durch das Bundesjugendministerium. Die U18-Bundestagswahl fand in diesem Jahr mit freundlicher Unterstützung des Deutschen Bundestages statt.

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