Die Kinder hatten natürlich sofort, nachdem die Bauzäune abgebaut waren, den neu gestalteten Spielplatz Bendastraße erobert. Trotzdem gab es noch einige Eltern und Kinder, die am 30. April 2026 etwas erstaunt waren über den Trubel dort. Doch dann stürzten auch sie sich ins Getümmel, denn es gab viel zu sehen und auszuprobieren: die neuen Schaukeln, das Trampolin, die Federwippe, die Drehscheibe …
Das Quartiersmanagement war mit seinem Info-Lastenrad vor Ort und spendierte ein leckeres Büfett. Die neuen Bauchtaschen mit QM-Logo gingen weg wie warme Semmeln, aber auch die Kiezpläne wurden wie immer nachgefragt. Mit dabei waren auch einige Projekte aus dem Quartier, wie „HabiBici – Teilhabe durch aktive Mobilität“, das gerade gestartet ist. Sie hatten ihre mobile Fahrradwerkstatt mitgebracht und den ganzen Nachmittag gut zutun. Auch Cedric Stoof, der QM-Gebietskoordinator aus dem Bezirksamt Neukölln, holte sich Tipps.
Etwas später durchschnitt Jochen Biedermann, Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr, mit Hendrik Hübscher, Leiter des Referates Förderung im Quartier (SenStadt), der in Vertretung von Stephan Machulik, Staatssekretär für Wohnen und Mieterschutz, gekommen war, das symbolische Band zur Eröffnung des Spielplatzes. „Die Umgestaltung des Spielplatzes in der Bendastraße ist ein spürbarer Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität und des sozialen Zusammenhalts im QM-Gebiet Glasower Straße“, ließ der Staatssekretär wissen. Mit einer Förderung in Höhe von 370.000 Euro aus Bundes- und Landesmitteln des Städtebauförderungsprogramms „Sozialer Zusammenhalt“ unterstütze die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen ein Projekt, das nicht nur den öffentlichen Raum aufwertet, sondern auch die Bedürfnisse der
Kinder und Jugendlichen in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft berücksichtige. Die zahlreiche Beteiligung der Anwohnerinnen und Anwohner sowie der lokalen Einrichtungen zeige, wie erfolgreich und verbindend solche Projekte für die Gemeinschaft seien.
Jochen Biedermann bedankte sich bei allen Kindern, Jugendlichen und anderen Anwohnenden, die bei Beteiligungsprozess mitgemacht haben: beim QM-Team, beim Straßen- und Grünflächenamt und der ausführenden Firma. „Das Bezirksamt konnte mit den Städtebaufördermitteln hier wirklich etwas für die verschiedenen Generationen schaffen – und das, nach den Bedürfnissen aus der Nachbarschaft“, freute er sich. „Entsprechend sind die Rückmeldungen bisher ausgesprochen positiv.“ Das konnte man an diesem Nachmittag hautnah erleben.
Auf der Spielfläche hinter dem ebenfalls erneuerten Bolzplatz hatte das Projekt „Kiez gewinnt: Gesellschaft und Spiele“ einige Spiele und Puzzles mitgebracht zum Kennenlernen. Außerdem eine Umfrage, wer wann, was und wo im Kiez spielen möchte. Damit können die Angebote noch besser an den Bedürfnissen ausgerichtet werden. Nebenan hatte das Haus der Familie einen Kinderschminktisch aufgebaut, der natürlich immer dicht umringt war. Und an der neuen Sitzbank rund um die Platane war das Projekt „MusiKIEZieren“ vertreten. Das präsentierte eine Tanzperformance und einen anschließenden Workshop für alle, die Lust am Tanzen hatten. Der Verein „bwgt“ e. V., der sonst samstags im Carl-Weder-park mit seinem Spielmobil unterwegs ist, hatte einen Bollerwagen mit Spiel- und Sportgeräten mitgebracht, die gleich ausprobiert werden konnten.
Bleibt zu hoffen, dass der Spielplatz und die „Chill-Ecke“ an der Glasower Straße noch lange so erhalten bleiben. Es wurden auch neue Mülleimer aufgestellt, die mit einem kleinen Logo daran erinnern, dass sie gerne gefüllt werden möchten.
