Seit August 2024 läuft das Projekt „KiezFit“ und seitdem gab es jede Menge Angebote für Groß und Klein, für Familien und Senior*innen, bei Sport und Bewegung etwas für die persönliche Fitness zu tun. Und auch dieses Jahr fing mit Angeboten wie Yoga, Ballett, Fitness für Eltern und Fußball schon sportlich an. Eine gute Gelegenheit für einen kleinen Rückblick auf die vergangenen Monate.
Welche Erfolge konnte das Projekt bisher verzeichnen und was waren Highlights aus den letzten vier Monaten?
Felix Klump: Ein Erfolg war sicherlich die Kiezübungsleiter*innen-Schulung und die Anleitung von Bewegungsgruppen durch einige Schulungsteilnehmende, die im Kiez verwurzelt sind. Somit wurde ein Grundstein für nachhaltigere Angebote geschaffen.
Weiterhin der Aufbau und die verlässliche Durchführung von den kostenlosen Bewegungsangeboten. Dazu zählen: Yoga für alle, Tanzen und Ballett für Kids, Fitness für Eltern, zwei Basketballangebote für Kids, Fitness für Erwachsene, Tai-Chi für Erwachsene, Kickboxen und Selbstverteidigung für Mädchen und junge Frauen, Fußball für Mädchen und offene Bewegungsangebote sowie Schnupperangebote bei Festen und Veranstaltungen.
Gut funktioniert auch die engmaschige Betreuung der Mädchengruppen durch unsere Übungsleiter*innen, die sie von der Jugendeinrichtung „SpinOff“ zu den Angeboten begleiten, bei Fußballturnieren betreuen und unterstützen. So wird sehr viel im Bereich offener Jugend- und Vertrauensarbeit geleistet. Ein Highlight ist sicherlich die große Zahl an Teilnehmerinnen beim Kickbox-/Selbstverteidigungsangebot, wo es gelungen ist, Mädchen und junge Frauen aus dem Jugendklub „SpinOff“ mit Gruppen aus dem Umfeld im Rahmen des Angebots zusammenzubringen.
Durch die offene und leicht erreichbare Struktur der Angebote im Kiez drinnen und draußen konnten viele Menschen erreicht werden, die sich sonst nicht bewegen, oder die sich kostenpflichtige Angebote einfach nicht leisten können. Diese sind kostenlos und unverbindlich und berücksichtigen die Bedürfnisse der Teilnehmenden.
Welche Zielgruppen wurden erreicht?
Felix Klump: Kids, Eltern, Jugendliche, Erwachsene jeden Alters mit dem Fokus auf die Angebote für Mädchen.
Mit welchen Einrichtungen oder Akteur*innen arbeiten Sie zusammen?
Felix Klump: Da wären das Familienzentrum „Vielfalt“, das „Haus der Familie“, der Jugendtreff „SpinOff“, der Kinder- und Jugendtreff „Delbrücke“, die Zürich-Grundschule, die Schule am Teltowkanal, die Hermann-Sander-Schule und weitere Akteur*innen im Rahmen von Veranstaltungen.
Was hat bisher gut funktioniert?
Felix Klump: Die niedrigschwellige Struktur hat sich bewährt. Die Angebote wurde bisher gut angenommen und konnten sich im Kiez dank der Zusammenarbeit mit den Einrichtungen etablieren.
In welcher Phase befindet sich das Projekt derzeit?
Felix Klump: Zu Projektbeginn haben wir eine umfangreiche Bestandsaufnahme zu den Bewegungsangeboten und -flächen durchgeführt. Dazu gab es eine Ermittlung zu Bedarfen nach Bewegungsangeboten. Das erfolgt auch projektbegleitend immer wieder, sodass Angebote bedarfsgerecht angepasst, geändert oder neue entwickelt werden können. Und wir haben die Schulung zu Kiezübungsleiter*innen abgeschlossen und Bewegungsangebote gestartet, die sich bereits gut etabliert haben.
Welche Ziele verfolgt das Projekt in dieser Projektphase?
Felix Klump: Derzeit versuchen wir weitere Bewegungsangebote aufzubauen und sind dafür mit einigen Einrichtungen im Austausch.
Wo liegen Schwierigkeiten und Hürden und welche Lösungsansätze haben Sie dafür?
Felix Klump: Es gibt im Quartier nicht so viele öffentliche Grün- und Freiflächen, die für Bewegungsgruppen geeignet sind. Die Suche nach geeigneten Orten, die Bewegung zwar für andere sichtbar machen, jedoch noch eine gute Durchführung für die Übungsleitenden ermöglichen, ist sicherlich herausfordernd.
Aktuell ist die Suche nach einem Ort für ein geplantes Sportfest sehr schwierig, da ein Großteil der Grünflächen im Quartier im Privatbesitz der Autobahn GmbH sind und wir bisher keine Genehmigung erhalten haben. Andere Flächen sind nur für den Vereinssport nutzbar. Dafür suchen wir gerade nach alternative Lösungen.
Welche Hürden wurden bereits überwunden?
Felix Klump: Eine bedeutende Hürde war die Sicherstellung von Bewegungsräumen während der kalten Jahreszeit. Dafür gehen wir vor allem in die Sporthallen der Schulen im Quartier. Mit engagiertem Schulpersonal konnten Lagermöglichkeiten für Bewegungsmaterial sichergestellt werden.
Welche Änderungen fanden im Projekt bereits statt? Welche Erwartungen mussten angepasst werden?
Felix Klump: Anstelle des Sportfests wurde im letzten Jahr eine Kiezübungsleiter*innen-Schulung durchgeführt. Das Projekt ist aber bewusst als Prozess angelegt und eine Anpassung für einen gelungenen Verlauf explizit erwünscht.
Welche „Meilensteine“ gab es?
Felix Klump: Ein wichtiger Meilenstein ist die Suche nach passenden Ansätzen zur Verstetigung von Angeboten, was ein Schwerpunkt der letzten Projektphase sein wird.
Hier gibt es die Angebote im Überblick
